Wühlmaus und Feldmaus – giftfrei bekämpfen!

Vor der Durchführung einer Bekämpfung ist auszuschließen, dass es sich um die Aktivitäten eines Maulwurfs handelt.

Dieser ist durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt und darf weder getötet noch gefangen, sondern nur vertrieben werden. Seine Hügel sind höher, liegen über den Gängen, sind gleichmäßig geformt und enthalten keine Pflanzenteile. Seine Gänge sind queroval und haben einen kleineren Durchmesser. 


Schadbild

Die Hauptschadensverursacher in der Gruppe der Wühlmäuse sind die Schermaus oder Große Wühlmaus (Arvicola terrestris) und die Feldmaus (Microtus arvalis). 

Wenn Wühlmäuse sich niederlassen, werden sie durch ihre Fraß- und Grabetätigkeit schnell zu einer Plage. 

Die Schermaus frisst beinahe ausschließlich frische Pflanzenteile wie Möhren, Sellerie, Tulpenzwiebeln und Wurzelrinde von Rosen und Obstbäumen. Betroffene Bäume bekommen plötzlich gelbe Blätter oder treiben im Frühjahr nicht aus. Feldmäuse verzehren neben Gräsern und Kräutern auch Sämereien. Obstbäume benagen sie gerne an der Stammbasis.

Erdhaufen und offene Grasnarben verschandeln die Grünflächen und lassen sie schneller verunkrauten. Die Erdhaufen der Schermaus liegen neben den Gängen und sind flach, haben eine unregelmäßige Form und enthalten Wurzeln und Pflanzenteile. 


 

Bekämpfung

Der beste Zeitpunkt zur Bekämpfung ist das zeitige Frühjahr bevor die Vermehrung beginnt und der Spätherbst, wenn die Tiere keine Nahrung und wenig Schutz finden.

Bei hohem Wühlmausaufkommen hat sich die Begasung der Bauten mit Kohlenmonoxid (CO) bewährt. Eine spezielle Apparatur ist durch ihre mobile Bauart flexibel einsetzbar und auch unwegsames Gelände kann problemlos bearbeitet werden.

Mit einer Pumpe wird ein Benzin-Diesel-Gemisch angesaugt, in einen Spezialschalldämpfer eingespritzt und dort verdampft. Der Rauch wird über einen flexiblen Metallschlauch und einer Glocke mit Hilfe des hohen Abgasdrucks eines Industriemotors in das Gangsystem geleitet.


Gefahrlos und großflächig

Sichere und erfolgreiche Bekämpfung: Menschen, Haustiere und Vögel werden nicht gefährdet!

Die Methode ist in großen Gebieten und auf weiten Flächen einsetzbar.

 

 

 

Flankierende Maßnahmen

  • Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn, denn je großflächiger die Bekämpfung, desto anhaltender der Erfolg: Die jungen Wühlmäuse der Nachbarschaft suchen neue Gebiete.
  • Stellen Sie Sitzstangen für Greifvögel auf. Diese helfen einen Neubefall zu dämpfen.
  • Schaffen Sie Unterschlupfmöglichkeiten für das Mauswiesel und den Hermelin, beide sind hervorragende Mäusejäger. Pflanzen sie Hecken und schaffen Sie kleine verwilderte Ecken in Form von Holz- oder Steinhäufen. 
  • Pflanzen Sie junge Bäume nicht im Herbst, sondern erst im Frühjahr. Benutzen Sie schützende Pflanzdrahtkörbe.