Verlassen Sie sich auf die langjährige Erfahrung unserer Mitarbeiter und unsere technische Ausrüstung mit Hochleistungsturbinenspritze und Motorrückenspritzen für den Einsatz in schwer zugänglichen oder sensiblen Bereichen.

Wir reagieren schnell und zeitnah bei akuten Situationen in Freibädern, Schulen, Kindergärten und sonstigen öffentlichen Einrichtungen.  

 

Vorkommen

Die Heimat des Eichenprozessionsspinners ist Mitteleuropa.

Er kommt an verschiedenen Eichenarten vor und bevorzugt warmes, trockenes Klima. Seit dem trockenen Sommer im Jahr 2003 hat er sich in Deutschland stark vermehrt und verbreitet.

Die Weibchen bevorzugen zur Eiablage freistehende besonnte Eichen. Der Falter tritt daher häufig an Orten, an denen sich der Mensch in seiner Freizeit gerne aufhält, auf: In Schulhöfen und Kindergärten, in Freibädern,  auf Golfplätzen, Spielplätzen und Parkanlagen.


Gefahren

Der ökologische Schaden ist vergleichsweise gering, da es nur selten zum Kahlfraß ganzer Baumbestände kommt.

Eine gesundheitliche Gefährdung in besonderem Maße geht jedoch von den sogenannten Brennhaaren der Raupen ab dem 3. Entwicklungsstadium aus. Diese Haare haben Widerhaken, sind hohl und enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. 

Bei Beunruhigung der Raupen brechen die Nesselhaare  ab und werden über weite Strecken verteilt. Sie bohren sich bevorzugt an dünnen, feuchten Hautstellen ein und lösen eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems aus. 

Die Schwere der Auswirkung ist von Mensch zu Mensch verschieden: Sie reicht von Juckreiz bis zum Ausschlag, über die Quaddelbildung auf der Haut bis hin zu Bindehautentzündung, Atembeschwerden und Allgemeinsymptomen wie Schwindel und Fieber. Bei empfindlichen Personen ist sogar ein Asthmaanfall oder ein anaphylaktischer Schock möglich.

Die Raupenhaare sind etwa ein Jahr wirksam. Sie reichern sich in den Nestern, im Unterholz und am Bodenbewuchs an und haften an Kleidern und Schuhen.


Maßnahmen

Die Bekämpfung erfolgt mit vergleichsweise geringem Aufwand, idealerweise vor dem Ausbilden der Brennhaare, während der Fressphase des ersten und zweiten Larvenstadiums ca. Mitte April bis Mitte Mai.

Die betroffenen Bäume werden mit einem spezifisch wirksamen Extrakt von Bacillus thuringiensis sv kurstaki, einem natürlich vorkommenden Bakterienstamm, eingesprüht. Die enthaltenen Sporen und Endotoxine werden von den Raupen beim Blätterfraß aufgenommen und wirken besonders bei den jungen Raupen tödlich.

Bemerkt man den Befall erst nach dem Auftreten der Gespinstnester, müssen diese aufwändig mechanisch entfernt werden. Dafür werden sie mit einem harmlosen Bindemittel eingesprüht, um die Brennhaare der Raupen zu verkleben. Danach werden sie abgenommen, in feste Müllbeutel verpackt und zur kontrollierten Entsorgung in eine Müllverbrennungsanlage gebracht.

Diese Arbeit ist unter besonderer Vorsicht und nur mit Körper-, Gesichts- und Atemschutz durchzuführen!