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Vogel- und Taubenabwehr

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Haustaube 1

Straßentaube, Stadttaube oder verwilderte Haustaube
Columba livia forma domestica

Drei Namen für den Vogel, der in jeder größeren Stadt rund um den Erdball zu finden ist und sich hervorragend an das öffentliche Leben im urbanen Lebensraum angepasst hat. Tauben beleben einerseits das Stadtbild, werden aber durch Massenauftreten auf Straßen, Plätzen und Gebäuden für Mensch und Tier belastend. Ein Überangebot an Nahrung und Nistplätzen, sowie das Fehlen natürlicher Feinde sind die Hauptursachen der Stadttaubenplagen.

Herkunft und Lebensraum

Stadttauben sind verwilderte Haustauben. Ihre gemeinsame Stammform ist die Felsentaube (Columba livia).

Die Zähmung und Züchtung der Taube hatte neben wirtschaftlichen vor allem kulturelle Beweggründe: Bereits Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung wurde die Taube in Vorderasien, Indien und Ägypten als Sinnbild für Liebe und Fruchtbarkeit verehrt. Im Christentum ist sie bis heute Symbol für den Heiligen Geist und Frieden.
Im ersten Jahrhundert n. Chr. brachten die Römer die Haustaube über die Alpen nach Nordeuropa. Aus den Zuchten entkamen immer wieder Tauben, die verwilderten und sich in Gesellschaft mit Felsentauben in den Städten neuen Lebensraum eroberten.
Häuserfluchten bieten neben einem relativ milden Klima reichlich Nischen und Absätze zum Brüten: Eisen- und Betonträger unter Brücken, offene Dachböden oder Mauernischen.

Die ursprünglich reinen Körnerfresser entwickelten sich zu Allesfressern und leben heute von den Abfällen unserer Wohlstandsgesellschaft und dem Futter von Taubenfreunden.


Biologie
Straßentauben leben in Einehe, brüten dem Nahrungsangebot angepasst ganzjährig und versorgen den Nachwuchs gemeinsam: Im Abstand von zwei Tagen werden insgesamt zwei Eier in ein einfaches Nest aus wenigen Halmen und Zweigen gelegt. Die Brutzeit beträgt zwei bis drei Wochen, die jungen Tauben sind nach vier Wochen flugfähig und bereits nach einem halben Jahr geschlechtsreif. Ein Taubenpaar hat bis zu 12 Nachkommen im Jahr, sie können ein Alter von 20 Jahren erreichen.

Tauben sind standort- und nistplatztreu und haben einen Aktionsradius von ca. 500 Metern. Zur Futtersuche und zum Schutz vor Raubvögeln schließen sie sich zu Schwärmen zusammen.

Probleme
Gebäudeschäden
Eine Taube produziert ca. 12 kg Nasskot pro Jahr. Dies führt zu massiven Verschmutzungen von Gebäuden, Denkmälern, Werbeträgern, Plätzen und abgestellten Fahrzeugen. Taubenkot ist zudem Nährboden für Mikroorganismen, welche die im Kot enthaltene Harnsäure zu Salpetersäure abbauen – eine starke anorganische Säure, die Gebäude und Denkmäler erheblich angreifen kann.

Potentielles Gesundheitsrisiko
Taubenkot enthält humanpathogene Bakterien, Viren und Pilze. Tauben sind Träger von Ektoparasiten – Schmarotzer, die sich auf der Körperoberfläche des Wirtstiers befinden.

Ein erhöhtes Risiko kann dann von freilebenden Tauben ausgehen, wenn sie in direkten Kontakt mit Lebensmitteln kommen oder wenn verwahrloste Nistplätze und Kotansammlungen in unmittelbarer Nähe von Menschen entstehen.

Chlamydophila psittaci, ein Bakterium, der Erreger der Ornithose. Eine meldepflichtige, schwere grippeartige Allgemeinerkrankung, die zu Lungenentzündung und anderen, im Extremfall lebensbedrohlichen, Symptomen führen kann.
Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) und die Taubenzecke (Argas reflexus) Beide Milbenarten wandern bei Ausbleiben der Wirtstiere aktiv in Wohnungen ein und befallen den Menschen.
Feder- und Kotstaub können Allergien auslösen.

Lösungen
Zum lokalen Schutz von Gebäuden werden mechanische Abwehrsysteme an Nistplätzen und Sitzgelegenheiten der Tiere installiert. Dachböden und leerstehende Häuser müssen verschlossen werden. Nach der professionellen Reinigung der verschmutzten Untergründe und Verstecke kommen vier verschiedene Methoden zum Einsatz:
• Vernetzungssystem
• Edelstahlspitzen
• Spanndrahtsystem
• Elektrosystem
• Schalldrucksystem
Der Puschmann berät Sie kompetent und zuverlässig.
Verlassen Sie sich auf die langjährige Erfahrung unseres Teams aus Biologen, Schädlingsbekämpfern, Desinfektoren und Handwerkern. Zu unserer Ausrüstung gehören Leitern und Hubarbeitsbühnen; sowie Kletter- und Sicherungsmaterial. Wir entsorgen anfallende Abfälle vorschriftsgemäß und organisieren wenn notwendig Gehweg oder Straßensperrungen bei den zuständigen Behörden.

Vernetzung
Dieses Verfahren ist besonders bei großflächiger Anwendung einzusetzen. Es ist am wenigsten sichtbar, sehr sicher, langlebig und kostengünstig.

Fassadenabschnitte oder Innenhöfe werden mit straff gespannten Netzen wirkungsvoll abgeschirmt.
Am Rand des zu schützenden Bereiches werden Ringösen befestigt, durch die ein Seil als Rahmen für das Netz gezogen wird. Das Netz wird mit Ringklammern an der Umrandung eingehängt. Die Maschenweite beträgt 5 cm, so dass keine Taube, wohl aber Singvögel hindurchkommen. Die Konstruktion weist an keiner Stelle größere Öffnungen als die Maschenweite auf. Durch den großen Besiedlungsdruck bestünde sonst die Gefahr, dass Tauben durch Spalten hinter das Netz zu ihren angestammten Plätzen kriechen, nicht mehr herausfinden und verenden.

Edelstahlspitzen
Diese Methode ist sehr flexibel. Die biegsamen Spitzenleisten können leicht verschiedenen Untergrundformen angepasst und mit einemUV-beständigen Kleber einfach und schnell befestigt werden. Mit den passenden Spitzen werden Fassadenteile wie Gesimse, Ornamente, Skulpturen und Nischen geschützt.

Die abgestumpften Spitzen haben bei einer Höhe von 11 cm und 1,6 mm Durchmesser eine gute Federwirkung, so dass Tauben, die Landeversuche unternehmen, sich nicht verletzen können.

Auf Wunsch können die Spitzen auch pulverbeschichtet in allen RAL-Farbtönen geliefert werden und lassen sich somit fast unsichtbar an jeden Untergrund farblich anpassen.

Spanndrahtsystem
Dieses System besteht aus Edelstahllitzen, die straff mit Federn zwischen zwei Halter gespannt werden. Die Tiere können auf den 0,5 mm dünnen Litzen nur schwer Balance halten und geben das Anfliegen schließlich auf. Die gespannten Litzen werden mit höchstens 5 cm Abstand zueinander und 1 cm Abstand zur Kante bei einer Höhe von 10 cm nebeneinander auf der zu schützenden Fläche montiert.

Spanndrahtsysteme werden vor allem an Gesimsen, Vorsprüngen, Dachrinnen, Schneefanggittern, Dachfirsten und Fensterläden installiert und haben sich bei Ansitzplätzen ohne großen Besiedlungsdruck bewährt. Ein großer Vorteil dieser Methode ist die äußerst geringe Verletzungsgefahr
für Mensch und Tier.

Elektrosystem
Dieses Verfahren funktioniert nach dem Weidezaunprinzip: Zwei Edelstahlstangen (2 mm) werden parallel verlaufend auf UV-beständigen Kunststoffhaltern in geringer Höhe über den zu schützenden Untergrund geführt. Die Halter können geklebt, genietet oder geschraubt werden, die Stangen werden durch Systemverbinder oder V2A Federn verbunden und mit einem Impulsgeber und ggf. mit einer Blitzschutzdrossel an das Stromsystem angeschlossen. Wahlweise kann auch ein Solarimpulsgeber mit integriertem 2-Watt-Solarmodul installiert werden.

Wartungsvertrag
Selbst bei bester Arbeitsausführung mit hochwertigen Materialien kann die Funktionalität des Abwehrsystems beeinträchtigt werden: Durch Fassadenarbeiten anderer Gewerke, durch Tierschützer, durch die Tiere selbst wenn der Besiedlungsdruck steigt oder einfach mit der Zeit durch normalen Verschleiß. Je größer und unüberschaubarer das System, desto wichtiger ist eine regelmäßige Überprüfung. Schäden können zeitnah und kostengünstig behoben werden und das Abwehrsystem bleibt sicher für und gegen Tauben.





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