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Eichenprozessionsspinner

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eichenprozessspinner

Vorkommen
Die Heimat des Eichenprozessionsspinners ist Mitteleuropa. Er kommt an verschiedenen Eichenarten vor und bevorzugt warmes, trockenes Klima. Seit dem trockenen Sommer im Jahr 2003 hat er sich stark vermehrt und verbreitet.
Die Weibchen bevorzugen zur Eiablage freistehende besonnte Eichen. Das bedeutet, es werden vor allem Bäume an Waldrändern, in Parks und Gartenanlagen befallen. Der Falter tritt genau an den Orten auf, wo sich der Mensch in seiner Freizeit gerne aufhält: in Schulhöfen und  Kindergärten, in Freibädern, auf Golfplätzen, Spielplätzen, Parks von Krankenhäusern usw.


Biologie
Der unscheinbar grau-braune Schmetterling fliegt in den Abendstunden von Ende Juli bis Anfang September und wird kaum wahrgenommen.
Die Weibchen legen 30-300 weiße, 1mm kleine Eier in länglichen Platten an dünnen Zweigen in den der Sonne zugewandten Kronen der Eichen ab. Sie werden mit grauen Afterschuppen getarnt und so erfolgt die Überwinterung.
Mit dem Austreiben der Blätter im Frühling schlüpfen die Raupen. Bis zur Verpuppung durchlaufen sie sechs Larvenstadien und werden bis zu 5 cm groß. Zunächst sind sie gelblich braun, später dunkel blau-grau.
Ab dem 3. Larvenstadium entwickeln sie die gefährlichen Brennhaare.
Die Sammelplätze der jungen, hellen Raupen sind locker zusammengesponnene Zweige. Die typischen kugelig bis länglichen großen Gespinstnester am Stamm, in Astgabelungen oder an der Unterseite von starken Ästen werden erst ab dem 5. Larvenstadium, ab Mitte Juni, von den älteren Raupen gebildet. Die Nester werden dann nur noch nachts in langen prozessionsartigen Fraßgesellschaften zur Nahrungsaufnahme verlassen. Die Nahrung der Raupen besteht ausschließlich aus Blättern europäischer Eichenarten (Quercus spec). Die Verpuppung erfolgt in den  Gespinstnestern, die Puppenruhe dauert ca. 3-5 Wochen.


Gefahren
Der ökologische Schaden ist vergleichsweise gering, da es nur selten zum Kahlfraß ganzer Baumbestände kommt. Eine gesundheitliche Gefährdung in besonderem Maße geht jedoch von den sogenannten Brennhaaren der Raupen ab dem 3. Entwicklungsstadium aus. Diese Haare haben  Widerhaken, sind hohl und enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Bei Beunruhigung der Raupen brechen sie ab und werden über weite Strecken verteilt. Sie bohren sich bevorzugt an dünnen, feuchten Hautstellen ein und lösen eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems aus. Die Schwere der Auswirkung ist von Mensch zu Mensch verschieden: Sie reicht von Juckreiz bis zum Ausschlag, über die Quaddelbildung auf der Haut bis hin zu Bindehautentzündung, Atembeschwerden und Allgemeinsymptomen wie Schwindel und Fieber. Bei empfindlichen Personen ist  sogar ein Asthmaanfall oder ein anaphylaktischer Schock möglich.
Die Raupenhaare sind etwa ein Jahr wirksam. Sie reichern sich in den Nestern, im Unterholz und am Bodenbewuchs an und haften an Kleidern und Schuhen.


Maßnahmen
Die Bekämpfung erfolgt mit vergleichsweise geringem Aufwand, idealerweise vor dem Ausbilden der Brennhaare, also während der Fressphase des ersten und zweiten Larvenstadiums ca. von Mitte April bis Mitte Mai.
Die betroffenen Bäume werden mit einem spezifisch wirksamen Extrakt von Bacillus thuringiensis sv kurstaki, einem natürlich vorkommenden Bakterienstamm, eingesprüht. Die enthaltenen Sporen und Endotoxine werden von den Raupen beim Blätterfraß aufgenommen und wirken  besonders bei den jungen Raupen, da der Effekt dosisabhängig ist, tödlich.
Bemerkt man den Befall erst nach dem Auftreten der Gespinstnester, müssen diese aufwändig mechanisch entfernt werden. Dafür werden sie mit einem harmlosen Bindemittel eingesprüht, um die Haare zu verkleben. Danach werden sie abgenommen, in feste Müllbeutel verpackt und zur kontrollierten Entsorgung in eine Müllverbrennungsanlage gebracht.
Diese Arbeit ist unter besonderer Vorsicht und nur mit Körper-, Gesichts- und Atemschutz durchzuführen!
Verlassen Sie sich auf die langjährige Erfahrung unserer Mitarbeiter und unsere technische Ausrüstung mit Hochleistungsturbinenspritze, welche eine Reichweite bis zu einer Baumhöhe von 40 m hat, sowie Motorrückenspritzen für den Einsatz in schwer zugänglichen oder sensiblen Bereichen.
Wir reagieren schnell und zeitnah bei akuten Situationen in Freibädern, Schulen, Kindergärten und sonstigen öffentlichen Einrichtungen.





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